Nun liegt das TFF schon wieder Wochen zurück und dennoch bin ich noch immer ganz gebannt von diesem unglaublichen Ort der musikalischen Begegnung und Bewegung! So begeistert, dass ich beschlossen habe, mehrere Blogbeiträge zum TFF zu verfassen.

In diesem Beitrag will ich einfach nur schwärmen. Schwärmen, von unseren – Word of Folk – gemeinsamen Erlebnissen, Begegnungen und Momenten.

Nachdem wir drei Wochen das Programm studierten und ich dann kurz vor Festivalbeginn einen riesigen Plan ausarbeitete, was wir alles sehen wollten, ging es dann plötzlich sehr schnell und die Abreise rückte näher.

034Ich muss zugeben, ich bin was Festivals und was Zelten betrifft ein sehr untypischer Folkie; zumindest vermute ich das. Ich bin beim Thema „Zelten“ auf jeden Fall sehr deutsch. 😉 Und so kam es, dass ich am Mittwoch vor unserer Abreise erst einmal ewig damit beschäftigt war, eine große Festival-Pack-Liste abzuarbeiten. Unter anderem stand darauf, dass unser 6-Personen-Zelt mit muß. Wir fuhren zwar nur zu zweit, aber eine Ankleidekabine und eine Küchenkabine zu haben, schien mir für ein Vier-Tage-Festival gut und nötig. Also packte ich fleißig vom Klapptisch, über ein Meer von Kissen und Decken, Speisen und Lampen unser Auto voll. Mit dem Ergebnis, dass Joe es wieder auspacken und umpacken durfte, weil ich nicht alles reinbekam und dem System nicht „Frau“ wurde.

Donnerstags ging es dann los. Leider zieht sich die Fahrt Richtung Osten, entlang der Grenze zw. Hessen und Thüringen immer wieder sehr. Wir kamen am frühen Abend in Rudolstadt an, bauten unser Zelt auf. Unweit von uns entfernt, am Waldrand, stand ein sehr geräumiges Zelt. Auf diesem stand mit großen Buchstaben: „Wie machen laute Musik und schlafen wenig!“ Ich musste schmunzeln. Noch war mir ja auch nicht klar, dass dieses Statement tatsächlich Programm sein sollte. Nun, nachdem wir das Zelt stehen und eingerichtet hatten (ein bisschen kam es mir vor, als hätten wir doch ein Harry Potter-Zelt, in dem es viele Zimmer und Etagen gibt), zogen wir los, lösten unsere Tickets ein und gingen direkt in den Heine-Park. Dort spielten die ersten Eröffnungsbands und der Park war voll. Beim Schlendern über das Gelände, trafen wir dann auch die ersten Bekannten aus unserer Heimatstadt, die sich ebenfalls frisch ins Treiben gestürtzt hatten und den Festival-Zauber auf sich wirken ließen. Die Musik an dem Abend gefiel mir nicht so gut. Aber es war schön, gemeinsam im Gras zu liegen, zu entspannen und sich auf die nächsten Tage zu freuen.

Abends, zurück am Zelt, durften wir uns dann viele Stunden die weniger schönen Trinklied-Gesänge aus besagtem Waldrand-Zelt anhören. Somit war die erste Nacht doch sehr anstrengend. Geweckt wurden wir am Freitag früh von der Hitze des Sommers. Über das gesamte Wochenende hatten wir stehts über dreißig Grad, was sich schon in den frühen Morgenstunden bemerkbar machte. Nach Frühstück und Dusche ging es dann, ausstaffiert mit neuen Sitzhockern, Rucksack und einem engen Festival-Plan Richtung Innenstadt… Fortsetzung folgt…

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3 Antworten zu “[TFF.Rudolstadt 2014] Einmal TFF hin und zurück – oder Mina im Zauberland, Teil I”

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