Und dort begann es dann, das traumhafte Spektakel. Wir haben so viele wundervolle Orte besucht, tolle Künstler gesehen und Händlerstände bestöbert! Es war und ist immer noch zutiefst beeindruckend, was man dort alles sieht, hört und erlebt. Die Highlights des Freitags war für mich zum einen definitiv das Jasper Libuda Trio aus Berlin, die für uns den Auftakt am Freitag auf dem Theraterplatz gaben. Besonders beeindruckend fanden Joe und ich den Bassisten der Band.

Wer mal reinhören möchte, findet hier die Möglichkeit. Zum anderen zog mich oder vielmehr uns beide der Auftritt des Esten Silver Sepp in seinen Bann. Silver Sepp macht Musik auf Dingen, die im Alltag findet. Auf Fahrradschläuchen, selbstgebauten Nagelbrettern, mit verschieden gefüllten PET-Flaschen. Und dazu singt er Lieder in seiner Muttersprache, animiert zum Mitmachen und lädt dazu ein, sich einfach selbst ein Stück zu vergessen und sich dabei gleichzeitig neu zu finden. Der Ort an dem er Auftrat trug noch dazu bei, dass sein Auftritt einfach unglaublich toll rüberkam. Er spielte in einer kleinen Nische auf dem Neumarkt. Man saß gemütlich beisammen und hatte sogar etwas Schatten.

Beeindruckend war ebenfalls eine Gruppe aus dem Kaukasus, die sich „The Gurdjieff Ensemble of Traditional Folk Instruments“ nennt. Das große Ensemble wurde gegründet, um die Stücke von Georges I. Gurdjieff zu spielen. Die Gruppe verbindet die Stücke von ihm mit armenischer Folklore und Spiritualität. Wir sahen ihren Auftritt in der Kirche, die die Interpretationen noch einmal besonders hervorhob.

In der Stadt gab es viele Künstler, die einfach so auftraten, in kleinen Nischen zwischen den Händlerständen auf der Straße spielten oder sich an Plätzen zu spontanten Sessions zusammenfanden. Dort gab es auch eine Gruppe ganz junger Musiker aus Rudolstadt selbst, deren Namen ich leider vergessen habe. Sie haben unglaublich gut Gitarre gespielt! Da blieb man gerne an die Hauswand gelehnt stehen und vergaß für eine Weile alles drum herum.

Am Abend waren wir noch kurz im Heine-Park, sind aber recht bald zum Zelt. In dieser Nacht fanden wir auch schneller in den Schlaf, da unsere Freunde vom Waldrand-Zelt wohl am Abend zu vor zu laut gesungen und zu wenig Schlaf hatten… Fortsetzung folgt…

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