Die Wee-Pipe gibt es in zwei Versionen: Mittelalterlich und schottisch. Der große Unterschied ist die Spielweise.

Die offene Griffweise

Die Mittelalter Wee-Pipe wird, wie der große Mittelalter-Dudelsack, in offener Griffweise gespielt. Dies ähnelt dem Spiel auf einer Blockflöte. Um die Tonleiter von unten (tiefes G) nach oben (hohes A) zu spielen, werden die Finger nacheinander von unten nach oben von den Löchern gelöst. Eine Ausnahme bildet der kleine Finger der rechten Hand. Ab dem Ton D wird er zur Stabilisierung wieder aufgelegt. Ausführlich wird Dir das in der Sackpfeifen-Fibel erklärt. Hier siehst Du die Grifftabelle der offenen Spielweise:

 

Die halbgeschlossene Griffweise

Die schottische Wee-Pipe wird, wie die Great Highland Bagpipe, in halbgeschlossener Griffweise gespielt. Um die Tonleiter von unten nach oben zu spielen, verdeckt die untere Hand ab dem Ton E wieder die Löcher. Daher der Begriff “halb geschlossen”.