{"id":1318,"date":"2016-04-08T10:00:20","date_gmt":"2016-04-08T08:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/worldoffolk.wordpress.com\/?p=1318"},"modified":"2017-11-29T09:32:35","modified_gmt":"2017-11-29T09:32:35","slug":"musica-vulgaris-ganz-was-es-vermuten-laesst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/folk.world\/de\/blog\/2016\/04\/08\/musica-vulgaris-ganz-was-es-vermuten-laesst\/","title":{"rendered":"Musica Vulgaris &#8211; Ganz was es vermuten l\u00e4sst?"},"content":{"rendered":"<p>Heute erreichte mich &#8220;Maxima Preconia&#8221;, ein Album der mittelalterlichen Combo &#8220;Musica Vulgaris&#8221;. Doch was steckt schon hinter solch leicht provokantem Bandnamen? Ich habe mir die Platte angeh\u00f6rt und war \u00fcberrascht.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<figure id=\"attachment_1364\" aria-describedby=\"caption-attachment-1364\" style=\"width: 238px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/folk.world\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/musica-vulgaris-2015-3.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1364\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1364\" src=\"https:\/\/folk.world\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/musica-vulgaris-2015-3.jpg?w=238\" alt=\"\u00a9 2015 Musica Vulgaris\" width=\"238\" height=\"300\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/folk.world\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/musica-vulgaris-2015-3.jpg 761w, https:\/\/folk.world\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/musica-vulgaris-2015-3-324x409.jpg 324w, https:\/\/folk.world\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/musica-vulgaris-2015-3-416x525.jpg 416w, https:\/\/folk.world\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/musica-vulgaris-2015-3-238x300.jpg 238w\" sizes=\"auto, (max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1364\" class=\"wp-caption-text\">Musica Vulgaris<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Das erste Lied &#8220;Al&#8217; entrada del temps clar&#8221; kommt recht puristisch daher. Drei M\u00e4nner mit ausgepr\u00e4gter Stimme singen leicht italienisch klingende Strophen, recht beschwingt, nur mit Schellenkranz und Trommel im Hintergrund. Es k\u00f6nnte ein Wander- oder ein Tavernenlied sein. Einer singt solo, dann drei zusammen im Chor. Tats\u00e4chlich singt das Trio ein traditionelles St\u00fcck in okzitanischer Sprache aus dem 12. Jahrhundert.<\/p>\n<p>Sehr sch\u00f6n klingt das n\u00e4chste St\u00fcck, rein instrumental, bestehend aus lieblicher Harfe, Fl\u00f6te, teils Chalumeau, Percussion, ein bekanntes St\u00fcck aus den Cantigas de Santa Maria aus dem 13. Jahrhundert namens &#8220;Quen omagen (Cantiga 353)&#8221;.<\/p>\n<p>&#8220;Bacche, bene venies&#8221; wartet mit rhythmischer Sackpfeife und Drehleier auf. Dann folgen Ges\u00e4nge und Aufrufe, die eindeutig dem Wein zum Wohle gelten, deutlicher noch &#8211; Bacchus, dem Gott des Weines und er Fruchtbarkeit. Ja, da fangen die drei S\u00e4nger an ihrem Bandnamen &#8220;Musica Vulgaris&#8221; gerechter zu werden. Sie singen, rufen und feiern in klassischer Manier heutiger &#8220;mittelalterlicher&#8221; Gaukler und Barden und verbreiten gute Laune.<\/p>\n<p>Nun folgt mit &#8220;La rosa enflorece&#8221; in traditionell Sefardisch aus dem 15. Jahrhundert eine Geschichte mit orientalisch anmutender Musik und Gesang, jetzt weniger sp\u00f6ttisch sondern eher einladend f\u00fcr eine kleine Traumreise. Sehr sch\u00f6n!<\/p>\n<p>https:\/\/www.facebook.com\/157473690966558\/videos\/450776918302899\/<\/p>\n<p>Weitere zw\u00f6lf Lieder folgen, die bis zum letzten Lied aufs Neue unterhaltsam und sehr liebevoll arrangiert sind. Lieder auf deutsch oder altdeutsch sind dabei, traditionelle St\u00fccke aus Schottland, Frankreich, T\u00e4nze aus der Bretagne, Lieder aus dem Mittelalter, gesungen von Detlef Fischbuch, Holger Fischbuch, Frank Kummer und gespielt auf Fl\u00f6te, Gemshorn, Sackpfeifen (darunter Sch\u00e4ferpfeife, Marktsackpfeife, H\u00fcmmelchen, Smallpipe, Great Highland Bagpipe, spanische Gaita), Rauschpfeife, Chalumeau, Posaune, Laute, Drehleier, Cister, Laute, Gitarre, Harfe, Davul, Darbuka, Rahmentrommel, Trumscheid und \u00fcbriger Percussion.<\/p>\n<p><strong>Fazit: So vulg\u00e4r sind die gar nicht!<\/strong><\/p>\n<p>Hervorragende Akustik und mitrei\u00dfender Gesang, teils schon an ein H\u00f6rspiel erinnernd, teils tanzbar doch in jeden Fall schlitzohrig, das ist das Album &#8220;Maxima Preconia&#8221; von &#8220;Musica Vulgaris&#8221; aus dem Jahre 2011. Sieht das Album auf den ersten Blick recht unscheinbar aus und ist das Inlay recht einfach gestaltet und mit Fotos versehen, auf denen die Jungs in mittelalterlichen Gew\u00e4ndern ihre Faxen machen ist das Album f\u00fcr Folkliebhaber, Tr\u00e4umer und Fans von Mittelalterm\u00e4rkten sehr zu empfehlen!<\/p>\n<ul>\n<li>Album im Eigenverlag der Gruppe bestellen unter: <a href=\"mailto:info@musica-vulgaris.de\">info@musica-vulgaris.de<\/a><\/li>\n<li>weitere Infos auf der <a href=\"http:\/\/musica-vulgaris.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Band Website<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute erreichte mich &#8220;Maxima Preconia&#8221;, ein Album der mittelalterlichen Combo &#8220;Musica Vulgaris&#8221;. Doch was steckt schon hinter solch leicht provokantem Bandnamen? 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