So, nun ist die Musikmesse schon über drei Wochen her und ich kam noch nicht dazu, meine Eindrücke von dem ersten gemeinsamen Besuch dort zu schildern.
Ich war wirklich sehr aufgeregt, die „heiligen Hallen“ der Frankfurter Buchmesse zu einem anderen Anlass zu besuchen. Und erstmals kam ich auch durch einen anderen Eingang auf das Gelände. Dadurch stellte sich zunächst kein vertrautes Gefühl ein. Vor allem, weil es überall so leer schien.

Außer der ein oder anderen großen Bühnenprästentation mit Soundanlage sahen wir zunächst nichts. Weiter drinnen dann, erkannte ich den ein oder anderen Ort, doch zu meiner Überraschung waren sie leer… Leer bedeutet hierbei nicht, dass sie keine Besucher hatten, leer bedeutet, sie waren unbenutzt; es waren auch keine Aussteller dort. Das überraschte mich. Ich hatte in meiner Buchliebhaber-Naivität erwartet, dass alle Hallen gefüllt seien mit Musikinstrumenten. Enttäuscht war ich dennoch nicht, erwartete mich ein riesiges Sammelsurium an Flöten, Klavieren, Gitarren und allem was das (klassische) Musikerherz begehrt. Diese kleine Einschränkung muss so stehen bleiben. Habe ich doch etwas die Instrumente der Weltmusik- und Folkszene (z.B. Dudelsäcke) vermisst. Sicher, man muss sich im Klaren darüber sein, dass die Messe für die große Musikindustrie ist. Kleinere Szenenbereiche haben da kaum eine Chance.

Allerdings…wenn man sich darauf einlässt und sich durch die Musikhallen tragen lässt, findet man dennoch ungewöhnlichere Instrumente. Sei es ein kleiner Laden aus Frankfurt, der seine afrikanischen Instrumente vorstellt oder ein Flötenbauer aus dem Taunus, der sich einen Mini-Stand erlaubt hat und erfreut und aufgeregt über all seine Flöten aufklärt und sie für uns probespielt. Daneben gab es zwei Stände von Terré, einem Musikinstrumente-Unternehmen (und vielem mehr…) aus dem Erzgebirge. Einer der Inhaber – eine Hagrid-ähnliche Erscheinung – berichtete begeistert von seinen Instrumenten: mir hatten es besonders die Tankdrums angetan, während Joe total absorbiert war von einer App für Dejembe-Spieler, die stolze 120 Euro kosten soll (Djembe Studio). Hagrid meinte dazu allerdings, dass man damit auch Lernmaterial für mindestens fünf Jahre habe… Bisher ist sie bei uns noch nicht eingezogen. 🙂

Etwas merkwürdig fand ich das Zelt in der Mitte der Ausstellerhallen. Ich gehe davon aus, dass dort Jam-Sessions stattfanden oder Nachwuchsbands performen durften. Auf jeden Fall war es laut und zum Teil extrem derb. Entspannung fand man hier nur auf einer der Dachterrassen in einer der Hallen, in denen es eher leiser zuging. Ansonsten war man durchweg bedröhnt von allerlei Instrumenten.

Insgesamt war es ein spannender Messebesuch, der mich trotz des weitaus kleineren Umfangs im Vergleich mit der Frankfurter Buchmesse, beeindruckt hat. Wir haben einen riesigen Zaubertrolley voller Informationen mitgebracht, die wir bisher noch nicht einmal annähernd in Augenschein nehmen konnten. Daraus werden sich sicher noch einige Berichte ergeben.

Wir waren am Ende des Tages auf jeden Fall müde, aber glücklich und freuen uns auf unseren Messebesuch 2015.

Ein Gedanke zu „Besuch der Frankfurter Musikmesse 2014

  1. Hat dies auf Aig an taigh rebloggt.

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