Der Kosmopolit Hasan Yükselir macht Weltmusik im eigentlichen Sinne des Wortes: Seine Kompositionen verbinden Welten. Die anatolische seiner Wurzeln mit der westlichen Klassik, mit modernem Jazz und mit der Seele – der seiner Zuhörer. Entdecke mit Folk.World einen charismatischen Sänger, für den orientalische Traditionsmusik, westliche Klassik und moderner Jazz ein harmonisches Gesamtkunstwerk ergeben.

Klassischer Gesang, Traditionals und Jazz – Hasan Yükseler singt und komponiert

An der Universität von Ankara liegen die künstlerischen Wurzeln von Hasan Yükselir. Hier erhielt der Sänger seine Ausbildung zum Bassbariton und Komponisten, er schloss das Studium mit dem „Master of Arts“ ab. Es folgten Mitwirkungen in Theaterstücken und Musicals, sein erstes Musikalbum „Günler“ brachte der vielseitige Künstler im Jahr 1992 heraus. Er komponierte für die Staatsoper in Ankara ebenso wie für große türkische Fernsehproduktionen. Mit der Staatlichen Symphonie konzertierte Hasan Yükselir auf Veranstaltungen in der ganzen Türkei.

Seit der Gründung von “Su Arts e.V.” in Berlin, wo Hasan Yükselir seit 1994 unter anderem lebt, ist der Dialog zwischen den Kulturen zur zentralen Botschaft seines Schaffens geworden. In wechselseitigem Austausch fördert diese Künstlervereinigung die Vermittlung von traditionellem Liedgut, lässt ihre musikalischen Wurzeln für die Emigranten lebendig bleiben und bringt zugleich die neue Heimat seinen musikalischen Ursprüngen nahe.
1996 führte das Symphonieorchester des WDR in Köln „Bağlama Konçertosu“ auf, sein Concertino für drei Bağlamas und Orchester. Die Kammeroper „Sah Hände, die Rosen banden in dunkler Erde“ vertont Gedichte des bekannten Poeten Yunus Emre.

Türkü: anatolischer Folk mit klassischem Klavier und Jazz-Tönen

Die bauchige Laute Baglama Saz lässt ihre Seiten erklingen, getragene Töne rufen Bilder von weiten anatolischen Landschaften, spektakulären Felslandschaften und sonnenwarmen Sommertagen hervor. Die Volkslieder des Türkü bilden die Grundlage der Weltmusik von Hasan Yükselir. Er schafft Verbindungen mit kleinen Zwischenspielen, die verdächtig nach Jazz klingen, seine poetischen Texte erinnern an Schuberts klassische Lieder. Seine Musik trägt die traditionellen Weisen seiner Heimat Anatolien in die Welt hinaus, lässt sie bekannt werden und verbindet alte Wurzeln mit neuen Lebensformen.

Seine musikalische Entwicklung machte ihn zum Kosmopoliten: Seine Lieder schaffen Verbindungen zwischen der anatolischen Volkslied-Kultur und dem Jazz sowie Klängen der westlichen Klassik, in deren Gesang ihn seine Ausbildung geschult hat. Sein kosmopolitscher Anspruch und die Förderung von kulturellem Dialog machen Hasan Yükselir genau wie Folk.World und die gesamte Weltmusik zum Mittler zwischen Menschen aller Altersgruppen und Nationalitäten.

Zwischen Ankara und Berlin: Hasan Yükselir pendelt und arbeitet international

Seit seinem Umzug nach Berlin Anfang der 90er Jahre trägt Hasan Yükselir seine poetischen Lieder nach Deutschland und in die umliegenden Länder. Regelmäßig tourt er durch die Bundesrepublik, durch England, Frankreich und die Benelux-Staaten. Auch in der Türkei ist der umtriebige Kosmolit immer wieder engagiert. Seit 2014 hat er zudem die künstlerische Leitung des MainBosporus Weltmusikfestival in Offenbach inne. Die Konzertreihe „Lieder ohne Grenzen“ feierte 2010 Premiere mit “Yunus’tan Nazım’a Kantat”, einer Kantate für Solisten, Chor und Symphonieorchester. Seither verband das Musikprojekt die türkischen Volkslieder mit portugiesischem Fado, spanischem Flamenco, griechischem Rembetiko und vielen weiteren Interpreten der Weltmusik.

Türkü in der Weltmusik: Wie Hasan Yükselir der anatolischen Musik ihren Platz verschafft

Die Bedeutung der traditionellen Lieder Anatoliens stellt Yükselir mit seinen Kompositionen und Interpretationen auf neuen Wegen heraus. Türkü lautet der Oberbegriff für die alten Lieder aus den anatolischen Bergen, die Hasan Yükselir in neuem Gewand in alle Welt trägt. Er arbeitet aktuelle Bezüge heraus und schafft die Verbindung vom Gestern zum Heute, von Orient zu Okzident. Das Concertino für drei Bağlamas war das weltweit erste Konzert für das traditionsreiche Instrument im Zusammenspiel mit einem westlichen Symphonieorchester.

Die Brücke zwischen den Kulturen, die Yükselir in seinen Liedern baut, ist aus zarter Poesie gewoben und doch stabil. Seine gründliche Ausbildung sowohl in klassischer Musik und deren Theorie einerseits und der Kenntnis der vielfältigen orientalischen Weisen andererseits machen es ihm möglich, diese einzigartige Verbindung zu schaffen. Westliche und östliche Instrumente finden in harmonischen Klängen zu moderner Weltmusik zusammen und nehmen doch die Liebhaber der traditionellen Weisen stets mit. Der Bassbariton trägt die althergebrachten Töne mit sonorer Sicherheit vor, die Verbindung von klassischer Ausbildung und kreativer Interpretation jahrhundertealter Weisen ist einzigartig – bis heute. Deshalb gebührt dem Komponisten und Mittler zwischen den Kulturen nicht nur ein gebührender Platz auf Folk.world, sondern selbstverständlich auch in der Riege der bedeutenden deutsch-türkischen Musikerbotschafter von heute.

Website: http://hasanyukselir.com/de/

Beitragsbild: Hasan Yükselir - Anatolische Lieder (© 2007 Hasan Yükselir)

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